Vor dem Hintergrund des Ausbaus der ganztägig arbeitenden Schulen und
zunehmend längerer Unterrichtszeiten, wird die Schule für viele Kinder und Jugendliche
zunehmend zu einem zentralen Lebensort. Eine abwechslungsreiche, gesunde und den Bedürfnissen der Kinder und
Jugendlichen gerecht werdende Schulverpflegung muss in den Schulen einen hohen Stellenwert bekommen.
Denn eine Abnahme der Ernährungskompetenzen und eine Zunahme problematischer Ernährungsgewohnheiten sind
bei Kindern zu beobachten. Es besteht großer Unterstützungsbedarf bei dem Einrichten eines Angebots sowie
bei der Verbesserung der Qualität des Essens. Gleichzeitig erfordern umwelt- und klimarelevante Aspekte,
dass das Schulessen nachhaltigen Kriterien entspricht.
Der Ausbau von Ganztagsschulen durch den Bund war Anlass für das Bundesministerium für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz, untersuchen und erproben zu lassen, welche Absatzpotentiale
sich dadurch für die Land- und Ernährungswirtschaft ergeben. Es sollte untersucht werden, ob und wie
regionale Produkte verstärkt zur Schulverpflegung eingesetzt werden können und wie dies durch Bildungsmaßnahmen
unterstützt werden kann.
Das Projekt wurde vom Institut für ländliche Strukturforschung (IfLS) an der Johann Wolfgang Goethe-Universität
und der Verbraucherzentrale Hessen (VZH), beide mit Sitz in Frankfurt am Main, entwickelt und durchgeführt.
Schwerpunkte der Arbeit des IfLS lagen in den Bereichen Projektleitung, regionale Produkte, Homepagegestaltung,
Markt und Begleitforschung. Die Verbraucherzentrale bearbeitete schwerpunktmäßig den Bereich der Ernährungs- und
Verbraucherbildung sowie die qualitativen Anforderungen an die Schulverpflegung und organisierte die Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit.
Ziele
Einführung und Ausbau des Einsatzes regionaler Produkte in ausgewählten Frankfurter Ganztagsschulen;
Ernährungs- und Verbraucherbildung zu gesunder Ernährung u. regionalen Produkten;
Warenbeschaffung und Logistik an Caterer;
Betriebswirtschaftliche Kalkulation;
Erforschung der (Mehr-) Zahlungsbereitschaft, Diskussion von Finanzierungsmodellen;
Laufzeit
Projektbeginn war Juli 2005. Die Laufzeit des Projekts betrug zwei Jahre und endete am 30.6.2007.
Ergebnisse