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Ernährung- und Verbaucherbildung
Die Einführung einer regionalen, vollwertigen Verpflegung an Schulen kann nur gelingen und wird auf Dauer nur akzeptiert, wenn alle Beteiligten dahinter stehen (Schüler, Schulleitung, Lehrer, Eltern, Schulträger, Hausmeister etc.), d.h. alle müssen „mit ins Boot“ genommen werden. Es muss stärker gefragt werden, wie die Einzelnen sich ernähren wollen und nicht nur empfohlen werden, wie sie sich ernähren sollen. Diese Diskussion ist mit jeder neuen Schulgeneration und deren Eltern wieder neu zu führen. Die Schulverpflegung bietet eine gute Möglichkeit, Kinder und Jugendliche an eine nachhaltige Ernährungsweise heranzuführen. Dazu ist es nötig, das Thema in den Schulalltag zu integrieren und auf verschiedenen Ebenen praktisch und individuell erfahrbar zu machen.

Für die Umsetzung einer „Ernährungswende“ in der Schule wurden in dem gleichnamigen Projekt erste Leitlinien aufgestellt, die eine Orientierung geben, wie die Ernährungswende angegangen werden kann.
Leitlinien für eine Ernährungswende: (Simshäuser 2005) (www.ernaehrungswende.de)
  • Kompetenzen im Bereich Ernährungs- und Verbraucherbildung sind zu stärken durch Qualifizierung aller Akteure.
  • Essen soll unter Mitwirkung der Schüler Bestandteil der Gestaltung des Lebens- und Bildungsraums werden.
  • Kompetenzen der beteiligten Akteure sind zu bündeln, um eine bestimmte Qualität für die Verpflegung und Ernährungsbildung zu realisieren.
  • Zu entwickelnde Strukturen auf schulischer, kommunaler und Landesebene tragen dazu bei, die Handlungsmöglichkeiten von Schulen auf Dauer zu stärken.
Reform der Ernährungs- und Verbraucherbildung an Schulen (REVIS)
Das Forschungsprojekt REVIS verfolgt das Ziel, auf unterschiedlichen Ebenen Hilfestellungen zur Innovation und Weiterentwicklung der Ernährungs- und Verbraucherbildung an Schulen anzubieten. Die Voraussetzungen und Maßnahmen für eine altersadäquate Ernährungs- und Verbraucherbildung wurden analysiert und ein Curriculum für die inhaltliche, thematische und didaktische Gestaltung der Ernährungs- und Verbraucherbildung erarbeitet. (www.evb-online.de)
Zertifizierung zur „Gesundheitsfördernden Schule“ des Hessischen Kultusministeriums
Gesundheitsförderung wird zunehmend als Prozess der Schulentwicklung mit dem Ziel der Qualitätssteigerung und Qualitätssicherung gesehen. „Schule und Gesundheit“ ist ein eigenes Arbeitsfeld des Hessischen Kultusministeriums. Es schafft Strukturen und bündelt die Maßnahmen aller mit Gesundheit befassten Arbeitsbereiche. Gesundheit wird dabei ganzheitlich betrachtet und umfasst damit körperliche, geistige wie auch seelische und soziale Aspekte. Schulen können in verschiedenen Bereichen Teilzertifikate erwerben, u. a. das Teilzertifikat Ernährung. (www.schuleundgesundheit.hessen.de)
Essen und Trinken in der Schule
Bedeutung eines guten Verpflegungsangebots
Durch den Ausbau von Ganztagsschulen und die Veränderung der Lern- und Lebensbedingungen nehmen die Schülerinnen und Schüler mehrere Mahlzeiten in der Schule ein. Ein gutes Verpflegungsangebot hat nicht nur Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit und die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler, sondern auch auf deren Wohlbefinden.
Übersicht: Chancen eines guten Verpflegungsangebots

Kinder möchten in Gemeinschaft und Ruhe essen und eine gute Atmosphäre bei Tisch genießen. Sie wollen mit entscheiden, was auf den Tisch kommt. Die Berücksichtigung von Geschmacksvorlieben und Schülerwünschen sowie die Beteiligung bei der Zubereitung - soweit möglich - fürdert die Akzeptanz des Angebots. Insbesondere in Grundschulen ist es müglich, gemeinsame Tischregeln zu vereinbaren.
Ansprechende Räumlichkeiten und eine gemütliche Atmosphäre in der Mensa werden von den Schülern als sehr wichtig bewertet.

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